Über mich
Hallo, ich bin Evelyn.
Mich interessiert nicht nur, was ein Hund tut. Mich interessiert, warum er es tut, was er gerade leisten kann und was Hund und Mensch brauchen, um gemeinsam weiterzukommen.
Ich beobachte genau, hinterfrage gerne und gebe mich nicht unbedingt mit der ersten Erklärung zufrieden. Was auf den ersten Blick eindeutig erscheint, kann bei genauerem Hinsehen ziemlich anders aussehen.
Das gilt für Hunde genauso wie für Menschen.
Ich arbeite kooperativ, mit klaren Vorstellungen davon, was gutes Training leisten soll, und mit der nötigen Offenheit, diese Vorstellungen immer wieder zu überprüfen.

Hunde begleiten mich fast mein ganzes Leben.
Mit Ari fing es an. Ich war noch keine drei Jahre alt, als der Airedale-Terrier-Mischling aus dem Tierheim bei uns einzog.
Alleinbleiben war nicht seine Stärke. Dafür hatte er ein ausgesprochen großes Interesse daran, was sich im Haushalt alles anknabbern ließ.
Als Kind habe ich das natürlich eher erlebt als verstanden.
Später kam Bärle zu uns. Er gehörte ursprünglich einer Nachbarin, die ins Altersheim ziehen musste. Mit anderen Rüden verstand er sich überhaupt nicht. Das erforderte im Alltag einiges an Aufmerksamkeit und Organisation.
Moritz dagegen war ein unglaublich souveräner Hund, besonders im Umgang mit Artgenossen. Es war wunderbar zu beobachten, wie selbstverständlich er Begegnungen gestalten konnte. Im Alter wurde er fast taub, und wir mussten uns auf ganz andere Bedürfnisse einstellen.
Drei Hunde, drei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten.
Damals war die Hundewelt allerdings noch eine andere. Auf den Hundeplätzen ging es vor allem um Gehorsam und Unterordnung. Individuelle Unterstützung bei Angst, Unsicherheit oder Schwierigkeiten mit Artgenossen, wie wir sie heute kennen, war kaum zugänglich.
Vieles wurde deshalb gemanagt. Man arrangierte sich, nahm Rücksicht und versuchte, den Alltag so zu gestalten, dass alle gut miteinander zurechtkamen.
Das Wissen über Verhalten und Lernen hat sich seither enorm weiterentwickelt. Und mein eigener Blick auf Hunde mit ihm.

Mit Butzel beim Workshop „Kreatives Clickern – Shaping“ bei Denise Nardelli, August 2013.
Vom Tierheim zu den sogenannten Listenhunden.
Ende der 1990er-Jahre begann ich, ehrenamtlich in einem großen Tierheim Hunde auszuführen. Insgesamt war ich dort 14 Jahre als Gassigeherin tätig.
In dieser Zeit lernte ich auch die sogenannten Listenhunde kennen.
Darunter waren Hunde mit schwierigen Vorgeschichten, manche aus Beschlagnahmungen. Besonders nach den gesetzlichen Verschärfungen ab dem Jahr 2000 landeten viele dieser Hunde in den Tierheimen.
Mich interessierten ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, ihr Verhalten und die große Diskrepanz zwischen dem, was über sie erzählt wurde, und dem, was ich tatsächlich erlebte.
Ich begann, mich intensiver mit ihnen zu beschäftigen, engagierte mich gegen pauschale Rasselisten und nahm an Soka-Runs teil. Mein erster war 2009 in Frankfurt.
Und irgendwann war ohnehin klar: Ich liebe diese Hunde.
2001 zog Donnie bei mir ein, ein American-Bulldog-AmStaff-Mischling aus dem Tierheim.
Er war ausgesprochen menschenfreundlich, hatte aber mit anderen Hunden über viele Jahre erhebliche Schwierigkeiten.
Wir trainierten wie damals üblich ganz klassisch „Unterordnung“ auf dem Hundeplatz. Donnie bestand die Begleithundeprüfung, war zuverlässig im Gehorsam und konnte auch in schwierigen Situationen auf meine Signale reagieren.
Nur bedeutete das noch lange nicht, dass er sich dabei wohlfühlte.
Ich wollte mehr verstehen. Über Lernen, Körpersprache, Emotionen und darüber, wie ich Donnie helfen konnte, mit anderen Hunden besser zurechtzukommen.
Im Januar 2006 absolvierte ich meinen ersten dokumentierten Weiterbildungskurs: Clickertraining mit Christina Sondermann.
Das Besondere daran? Es war ein Fernlernkurs. Damals durchaus ungewöhnlich und für mich ein Glücksfall.
Ich hatte mich schon lange für Clickertraining interessiert. Mit meinem unverträglichen Donnie war die Teilnahme an einem entsprechenden Gruppenkurs allerdings schwierig. Durch das Fernlernangebot konnte ich endlich mit ihm einsteigen.
Ich war begeistert.

Es folgten weitere Seminare und Fortbildungen, viele neue Erkenntnisse und Begegnungen mit Menschen, von denen ich lernen konnte.
Der Gehorsam war eine gute Grundlage. Aber für Donnies Schwierigkeiten mit anderen Hunden brauchten wir mehr.
Deshalb erweiterte ich unser Training zunehmend um die gezielte Arbeit am Verhalten. Ich wollte verstehen, was hinter seinen Reaktionen steckte, wie er Situationen erlebte und welche Lernerfahrungen ihm helfen konnten.
Auch als älterer Hund machte Donnie noch große Fortschritte. Er lernte, mit anderen Hunden entspannter umzugehen und schließlich sogar ihre Gesellschaft zu genießen.
Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt.
Lernen ist keine Frage des Alters. Und Gehorsam ist nicht dasselbe wie Wohlbefinden.
Butzel. Und wieder war alles anders.
Nach Donnies Tod zog 2012 Butzel bei mir ein. Ebenfalls ein American-Bulldog-AmStaff-Mischling aus dem Tierheim.
Äußerlich durchaus ähnlich. Charakterlich eine völlig andere Veranstaltung.
Butzel liebte andere Hunde. Dafür konnte ihn schon eine raschelnde Papiertüte erheblich verunsichern. Er war im Tierheim aufgewachsen und kannte vieles nicht, was für andere Hunde selbstverständlich war.
Gleichzeitig war er unglaublich neugierig. Er wollte die Welt kennenlernen, auch wenn sie ihm manchmal ziemlich unheimlich war.
Nicht umsonst hieß er irgendwann Inspektor Butzel.
Mit ihm habe ich noch einmal besonders intensiv erlebt, wie viel möglich wird, wenn wir genau beobachten, Lernschritte sorgfältig aufbauen und einem Hund zugestehen, Dinge in seinem eigenen Tempo zu entdecken.

Butzel wurde ein begeisterter Mantrailer und ein fröhlicher Reisebegleiter. Er hat mein Leben bis 2024 bereichert.
Heute gehört Archie zu mir. Auch er kam aus dem Tierheim, in dem er zuvor zwei Jahre gelebt hatte. Und ich bin sehr froh, dass wir uns gefunden haben.
Sechs Hunde, sechs Persönlichkeiten. Und sehr viel, was ich von ihnen lernen durfte.
Die Grauen Schnauzen. Das letzte Quäntchen.
Manuela Habermann, bei der ich mit Butzel trainierte und die auch als Prüferin für die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz tätig ist, hatte mich schon mehrfach ermutigt, selbst die Prüfung zur Hundetrainerin abzulegen.
Sie kannte Butzel und mich aus unserer gemeinsamen Trainingsarbeit und wusste, wie intensiv ich mich mit Hundeverhalten beschäftigte. Die Idee war also längst da.
Mit Donnie hatte ich die Freude am Training mit älteren Hunden entdeckt. Später leitete ich selbst mehrere Jahre die Seniorenhundegruppe Graue Schnauzen in einem Hundeverein.
Wir haben kleine Bewegungsaufgaben gemacht, die Nasen beschäftigt, Neues ausprobiert und die Übungen an die Möglichkeiten der einzelnen Hunde angepasst.
Es war wunderbar zu erleben, mit welcher Begeisterung auch ältere Hunde lernen. Und mindestens genauso schön war es, ihre Menschen dabei zu begleiten.
Die Grauen Schnauzen waren schließlich das letzte Quäntchen, das noch gefehlt hatte.
Aus dem Gedanken, vielleicht irgendwann Hundetrainerin zu werden, wurde eine konkrete Entscheidung.
Pfotenrocker? Den Namen gab es schon.
Als Butzel bei mir einzog, bekam er seine eigene Website. Dafür entstand der Name Pfotenrocker.
Die Domain blieb später viele Jahre ungenutzt.
Als ich einen Namen für meine Hundeschule suchte, fiel sie mir wieder ein.
Ein bisschen frech, ein bisschen eigenwillig, mit einem Augenzwinkern. Und vor allem mit ganz viel Hund.
Dazu der Gedanke, der mich beim Training begleitet: Wir schauen, was möglich ist, finden Lösungen und gehen die nächsten Schritte gemeinsam.
Wir rocken das gemeinsam.
Pfotenrocker. Passt.
Was mich auch außerhalb der Hundewelt prägt.
Ich habe Innenarchitektur studiert und arbeite heute in leitender Verantwortung für Vertrieb und Produktentwicklung in der Industrie.
Auf den ersten Blick zwei ziemlich unterschiedliche Welten.
Auf den zweiten gibt es erstaunlich viele Gemeinsamkeiten.
Mich interessiert, wie Dinge zusammenhängen, warum etwas funktioniert oder eben nicht. Ich beobachte, analysiere, hinterfrage und entwickle gerne Lösungen, die über das Naheliegende hinausgehen.
Dabei habe ich gelernt, wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Menschen mitzunehmen und Orientierung zu geben, ohne ihnen das eigene Denken abzunehmen.
Meine Ausbildung zur Innenarchitektin hat meinen Blick für Details, Zusammenhänge und Gestaltung geprägt. Meine berufliche Erfahrung hat mich gelehrt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und auch dann klar zu bleiben, wenn es kompliziert wird.
Und sie hat mir gezeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen sich ernst genommen fühlen und ihre Fähigkeiten entwickeln können.
Das gilt auch für meine Arbeit mit Mensch-Hund-Teams.
Ich muss nicht immer sofort eine Antwort haben. Aber ich möchte die richtigen Fragen stellen.
Und wenn ein Ansatz nicht funktioniert, halte ich nicht aus Prinzip daran fest.
Die Aufgaben unterscheiden sich. Mein Anspruch nicht.

Was Du von mir erwarten kannst
Genau hinschauen
Nicht nur auf das Verhalten, das am Ende sichtbar wird, sondern auch auf Körpersprache, Auslöser, Erregung, Umfeld, Erfahrungen und mögliche gesundheitliche Einflussfaktoren.
Klarheit schaffen
Du sollst verstehen, was wir tun und warum wir es tun. Und Möglichkeiten bekommen, auch außerhalb einer Trainingsstunde handlungsfähig zu sein.
Kooperativ trainieren
Dein Hund darf kommunizieren und sich am Lernprozess beteiligen. Kooperation bedeutet nicht Beliebigkeit. Sicherheit, Orientierung und klare Rahmenbedingungen gehören genauso dazu.
Individuell bleiben
Was bei einem Hund hervorragend funktioniert, kann für den nächsten unpassend sein.
Wir trainieren den Hund, der heute vor uns steht.
Erfahrungen prägen Verhalten. Herkunft, Gesundheit, Umwelt, bisheriges Lernen und Stress können eine Rolle spielen.
Aber auch die Tagesform ist wichtig. Wie hat der Hund geschlafen? Was hat er heute bereits erlebt? Wie viel Aufregung oder Stress hat sich über den Tag angesammelt?
Ein Hund bringt nicht jeden Tag dieselben Voraussetzungen mit. Und nicht jede Reaktion lässt sich allein aus seiner Vorgeschichte erklären.
Aber eine Vorgeschichte ist keine Diagnose.
Ich möchte einen Hund deshalb nicht auf das reduzieren, was über ihn erzählt wurde oder irgendwann einmal passiert ist.
Mich interessiert, wie er sich heute verhält. Was er bereits kann. Was ihm schwerfällt. Welche Situationen ihn herausfordern und welche Erfahrungen ihm helfen könnten, neue Fähigkeiten zu entwickeln.
Genau dort beginnt für mich Training.
Tierschutzhunde und sogenannte Listenhunde
Hunde aus dem Tierschutz
Alle meine eigenen Hunde kamen aus dem Tierschutz. Erfahrung und Herkunft verdienen Aufmerksamkeit, aber sie sind keine Schubladen. Entscheidend ist, was der einzelne Hund heute braucht.
Sogenannte Listenhunde
Seit Ende der 1990er-Jahre begleiten mich diese Hunde. Ein kräftiger Körperbau oder eine rechtliche Einordnung sagen noch wenig über die Persönlichkeit und die Bedürfnisse eines einzelnen Hundes.

Verhaltensprüfung & Wesenstest
Ich unterstütze Dich und Deinen Hund bei der Vorbereitung auf eine behördliche Verhaltensprüfung oder einen Wesenstest. Wir üben die erforderlichen Situationen kleinschrittig und unter Bedingungen, die Dein Hund bewältigen kann.
Die Prüfungssituation kenne ich auch aus eigener praktischer Erfahrung.

Ein Etikett beschreibt eine Kategorie. Es beschreibt noch keinen Hund.
Und der Mensch am anderen Ende der Leine?
Ein Thema, das mich besonders beschäftigt, ist das Zusammenspiel zwischen der Selbstregulation des Menschen und der Koregulation des Hundes.
Wer schon einmal mit einem aufgeregten Hund in einer schwierigen Begegnung stand, kennt das vielleicht: Man weiß theoretisch genau, was man tun möchte. Und dann kommt die Situation. Die Atmung verändert sich, man wird hektischer, die Bewegungen weniger überlegt.
Der Hund bekommt davon einiges mit.
Deshalb habe ich meine kynologischen Aus- und Weiterbildungen bewusst um eine Ausbildung zur Atemtrainerin ergänzt.
Mich interessiert, wie wir unsere eigene Anspannung besser wahrnehmen und regulieren können. Und wie uns das dabei helfen kann, klarer zu handeln und unseren Hund bei seiner Regulation zu unterstützen.
Das ist kein Zaubertrick und funktioniert auch nicht auf Knopfdruck.
Aber es ist ein weiterer Baustein, der in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund einen Unterschied machen kann.
Fachlich fundiert und neugierig geblieben
Seit Januar 2006 sind meine kynologischen Weiterbildungen dokumentiert. Begonnen hat es mit einem Fernlernkurs zum Clickertraining bei Christina Sondermann. Seitdem habe ich mein Wissen durch Seminare, praktische Erfahrung und spezialisierte Fortbildungen kontinuierlich erweitert. Die systematische Ausbildung zur Hundetrainerin kam später hinzu und ergänzte eine über viele Jahre gewachsene Praxis.
Denn mit jedem Hund und jedem Menschen gibt es etwas Neues zu lernen.
Fachtrainerin für Aggressionsverhalten
Intensive Theorie- und Praxisausbildung zu Aggressionsverhalten, Sicherheit und kooperativem Training – mit besonderem Praxisbezug zu Tierheim- und Tierschutzhunden.
Zusatzqualifikation Trauma-Kompetenz Hund
Zusatzqualifikation zu Trauma, Regulation, Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Entwicklungsprozessen beim Hund.
Fortbildung Verhaltenstherapie.vet (laufend)
Praxisorientierte, modulare Fortbildung mit Schwerpunkt auf Problemverhalten, Lerntheorie, Trainingsplanung und Coaching von Tierhalter:innen.
Mehr als 20 Jahre Fortbildungen rund um Hundeverhalten und Training.
Meine fachliche Auseinandersetzung mit Hundeverhalten begann lange vor meiner formalen Trainerausbildung. Seit Januar 2006 sind meine Weiterbildungen dokumentiert. Dazu zählen Seminare, Fortbildungen, Workshops und Praxistage – zu Verhalten, Kommunikation, Lernen, Gesundheit und den vielen Facetten des Zusammenlebens von Mensch und Hund.
Alle Aus- und Weiterbildungen ansehen →
Und natürlich geht das Lernen weiter. Denn je mehr ich über Verhalten lerne, desto weniger glaube ich an einfache Antworten.
Qualifikationen, Mitgliedschaften & fachliche Standards
Möchtest Du herausfinden, ob Pfotenrocker zu Euch passt?
Erzähl mir, was Euch gerade beschäftigt. Du musst noch nicht wissen, welches Angebot das passende ist.


